Keine Investoren, keine Bankkredite. Nur eine Familie, ein Kulturdenkmal und der feste Glaube, dass Gemeinschaft mehr bewegt als Kapital.
Wir sind eine Familie aus dem Erzgebirge, die einen alten Schäferhof retten will – nicht als Investment, sondern als Lebensraum. Als Heimat für drei Generationen. Als Ort, an dem unser Enkel sicher aufwachsen kann.
„Wenn die letzte Birke gefällt, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann."
Cree-Prophezeiung
Wir haben das gelernt. In Norwegen, wo uns das Leben gezeigt hat, was wirklich zählt: Nicht der Kontostand. Der Zusammenhalt. Die Nächstenliebe. Die Menschlichkeit.
Wir sind keine Schlipsträger. Kein Gucci, kein Prada, kein Porsche in der Einfahrt. Wir kommen ursprünglich aus Ostfriesland, haben norwegisches Blut in den Adern und sind genauso stur wie die Gezeiten der Nordsee.
Wir sind wie wir sind. Ohne Verkleidung.
Und genau so hat uns Nassau empfangen — ohne Zögern, ohne Vorbehalte, einfach herzlich. Das hat uns tiefer berührt als alles andere.
Wir sind Familie. Bei uns wird es mal laut, es wird gezickt, und die Stühle fliegen — natürlich nur bildlich gesprochen. Aber das macht Familie aus. Entscheidend ist der Zusammenhalt. Und der trägt uns durch dieses Projekt.
Wir wollen Nassau etwas zurückgeben. Ein Stück Geschichte bewahren, das sonst verrottet. Eine Pension schaffen, in der Gäste spüren, was echte Gastfreundschaft bedeutet. Wir retten dieses Denkmal mit unseren eigenen Händen – und mit der Hilfe von Menschen, die dieselben Werte teilen.
Ohne Profitgier. Ohne Konzernlogik. Nur mit Nächstenliebe, ehrlichem Handwerk und dem festen Glauben daran, dass Zusammenhalt mehr bewegt als jedes Bankkonto.
Ich kann die Welt nicht verändern.
Aber ich kann sie für meine Kinder und Enkel ein bisschen besser machen. Ihnen zeigen, dass es um Gemeinschaft geht. Um Hilfe. Darum, nicht wegzuschauen — und Zivilcourage zu zeigen, wo sie nötig ist.
Das ist mein eigentlicher Antrieb.
Die Menschen, die als Fremde auf unsere Baustelle kommen – um beim Dach zu helfen, unseren Enkel zu schützen, dieses Kulturdenkmal zu retten – sie werden durch ihr Handeln zu unseren Engeln.
Wenn wir fertig sind, geben wir dieses Vertrauen zurück. Wir schaffen einen sicheren Hafen für Reisende. Wer unsere Schwelle tritt, wird mit Offenheit empfangen – und darf einfach er selbst sein.
Am Ende des Tages zählt nicht der Kontostand, sondern die nackte Menschlichkeit,
die Gesundheit unserer Liebsten und der Zusammenhalt.
Wir beweisen der Welt, dass es auch anders geht.
Ohne Profitgier. Nur mit Nächstenliebe und ehrlichem Handwerk.
Flurstück 429/5, Nassau · Gemeinde Frauenstein · Landkreis Erzgebirgskreis, Sachsen. Das Ensemble steht seit 1799 im historischen Ortskern von Nassau und wurde ursprünglich für das Schloss Frauenstein errichtet. Das Ensemble unter der Adresse Schäfergutstraße 1/2 ist als „Wohnstallhaus des Schäfergutes" in der Kulturdenkmalliste des Landesamts für Denkmalpflege Sachsen verzeichnet.
Das Massivgebäude in Eigenverantwortung: Großzügig, selbstbestimmt, mit Platz für alle Generationen. Keine Denkmalauflagen – wir haben freie Hand bei der Gestaltung.
Das ehemalige Hotel wird zur B&B-Pension: Freigelegte Fachwerkwände, originale Lehmkassetten, der gelebte Dielenboden von 1799 – kombiniert mit klarem Design und moderner Gastlichkeit.
Ein Haus ohne dichtes Dach hat keine Zukunft. Das wissen wir. Aber für uns ist das hier nicht nur eine Bauaufgabe — unter diesem Dach soll unser Enkel eines Tages sicher und trocken schlafen. Jeder Regentag der durchkommt, jeder nasse Balken, jeder neue Fleck an der Decke drückt uns aufs Gemüt. Wir kämpfen hier gegen die Zeit und gegen das Wetter. Und Wasser ist gnadenlos: es schläft nie, es wartet nicht, es zerstört altes Holz still und leise — bis es zu spät ist.
An der Schäfergutstraße 1 klaffen die alten Wellasbestplatten auf. Am Schornstein fehlt die Deckung auf einer Fläche von ca. 10 × 1,5 Metern. Provisorisch mit Dachpappe gesichert – aber das hält keinen Winter mehr.
An der Schäfergutstraße 2 sind die Schalungsbretter an der Traufe verrottet. Freigelegte, morsche Balkenköpfe direkt an der Dachrinne. Notabdeckung mit OSB-Platten und Schweißbahnen – die Tragkonstruktion ist akut gefährdet.
Die Denkmalschutzbeauftragte der UDB hat bereits zugestimmt: Für beide Gebäude ist eine pragmatische Lösung genehmigt: OSB-Platten mit Bitumenschindeln in Schiefer-Optik, oder Sandwichplatten (6–10 cm, Schiefer-Nachbildung, deutsche Deckung). Das schützt die historische Substanz, sorgt für schnelle Dichtigkeit – und erhält die feine, historische Silhouette des Hauses.
Jeder Arbeitstag wird dokumentiert. Jede helfende Hand verewigt. Schau rein und sieh, was auf der Baustelle passiert.