Wir retten ein historisches Kulturdenkmal aus dem Jahr 1799 – nicht mit Bankkrediten, sondern mit Herzblut, Eigenleistung und der Kraft der Gemeinschaft. Das Dach muss dicht – bis zum 30. Juni.
Manchmal zwingt das Leben einen in die Knie. Unsere Familie hat in den letzten Jahren tiefe Einschnitte erlebt – darunter die schwere Erkrankung unserer Tochter und die Sorge um unseren Enkelsohn, der noch auf der Intensivstation liegt, während wir diese Zeilen schreiben.
„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann." — Weisheit der Cree · bestätigt in Norwegen
Diese Erfahrungen haben uns verändert. Wir sind keine Investoren. Wir haben keine Millionen. Wir sind eine Familie, die hier leben will. Die etwas entstehen lassen will. Die dieses alte Haus nicht als Kapitalanlage sieht, sondern als Zuhause – für uns, für unsere Kinder, für unsere Enkel.
Wir sind keine Schlipsträger. Kein Gucci, kein Prada. Wir gehen im Schlabberlook zum Bäcker und setzen uns in Arbeitskleidung zum Essen. Ich bin der Wikinger-Verschnitt — kräftig, lange Haare, Rauschbart, gepierct, tätowiert. Meine Frau Ostfriesin, gepierct und tätowiert von oben bis unten.
Wir sind wie wir sind. Ohne Verkleidung.
Und genau so hat uns Nassau empfangen — ohne Zögern, ohne Vorbehalte, einfach herzlich. Das hat uns tiefer berührt als alles andere.
Wir sind Familie. Bei uns wird es mal laut, es wird gezickt, und die Stühle fliegen — natürlich nur bildlich gesprochen. Aber das macht Familie aus. Man kann nicht immer einer Meinung sein. Entscheidend ist der Zusammenhalt. Und der trägt uns durch dieses Projekt.
Wir wollen Nassau etwas zurückgeben. Ein Stück Geschichte bewahren, das sonst verrottet. Eine Pension schaffen, in der Gäste spüren, was echte Gastfreundschaft bedeutet. Wir retten dieses Denkmal mit unseren eigenen Händen – und mit der Hilfe von Menschen, die dieselben Werte teilen.
Ohne Profitgier. Ohne Konzernlogik. Nur mit Nächstenliebe, ehrlichem Handwerk und dem festen Glauben daran, dass Zusammenhalt mehr bewegt als jedes Bankkonto.
Menschen, die uns auf diesem Weg berührt haben →Die Menschen, die als Fremde auf unsere Baustelle kommen – um beim Dach zu helfen, unseren Enkel zu schützen, dieses Kulturdenkmal zu retten – sie werden durch ihr Handeln zu unseren Engeln.
Wenn wir fertig sind, geben wir dieses Vertrauen zurück. Wir schaffen einen sicheren Hafen für Reisende. Wer unsere Schwelle tritt, wird mit Offenheit empfangen – und darf einfach er selbst sein.
Am Ende des Tages zählt nicht der Kontostand, sondern die nackte Menschlichkeit,
die Gesundheit unserer Liebsten und der Zusammenhalt.
Wir beweisen der Welt, dass es auch anders geht.
Ohne Profitgier. Nur mit Nächstenliebe und ehrlichem Handwerk.
Ein Haus ohne dichtes Dach hat keine Zukunft. Das wissen wir. Aber für uns ist das hier nicht nur eine Bauaufgabe — unter diesem Dach soll unser Enkel eines Tages sicher und trocken schlafen. Jeder Regentag der durchkommt, jeder nasse Balken, jeder neue Fleck an der Decke drückt uns aufs Gemüt. Wir kämpfen hier gegen die Zeit und gegen das Wetter. Und Wasser ist gnadenlos: es schläft nie, es wartet nicht, es zerstört altes Holz still und leise — bis es zu spät ist.
An der Schäfergutstraße 1 klaffen die alten Wellasbestplatten auf. Am Schornstein fehlt die Deckung auf einer Fläche von ca. 10 × 1,5 Metern. Provisorisch mit Dachpappe gesichert – aber das hält keinen Winter mehr.
An der Schäfergutstraße 2 sind die Schalungsbretter an der Traufe verrottet. Freigelegte, morsche Balkenköpfe direkt an der Dachrinne. Notabdeckung mit OSB-Platten und Schweißbahnen – die Tragkonstruktion ist akut gefährdet.
Die Denkmalschutzbeauftragte der UDB hat bereits zugestimmt: Für beide Gebäude ist eine pragmatische Lösung mit modernen, flachen Sandwichplatten (6–10 cm, Schiefer-Nachbildung, deutsche Deckung) genehmigt. Das schützt die historische Substanz, sorgt für schnelle Dichtigkeit, liefert eine zeitgemäße Dämmung – und erhält die feine, historische Silhouette des Hauses.
Flurstück 429/5, Nassau · Gemeinde Frauenstein · Landkreis Erzgebirgskreis, Sachsen. Das Ensemble steht seit 1799 im historischen Ortskern von Nassau und wurde ursprünglich für das Schloss Frauenstein errichtet. Die Adresse Schäfergutstraße 2 ist als „Wohnstallhaus des Schäfergutes" in der Kulturdenkmalliste des Landesamts für Denkmalpflege Sachsen verzeichnet.
Das Massivgebäude in Eigenverantwortung: Großzügig, selbstbestimmt, mit Platz für alle Generationen. Keine Denkmalauflagen – wir haben freie Hand bei der Gestaltung.
Das ehemalige Hotel wird zur B&B-Pension: Freigelegte Fachwerkwände, originale Lehmkassetten, der gelebte Dielenboden von 1799 – kombiniert mit klarem Design und moderner Gastlichkeit. Gäste buchen hier keine Unterkunft, sondern eine Zeitreise.
Dieses Projekt ist kein Auftrag – es ist ein gemeinsames Ziel. Am Ende werden wir zurückschauen und sagen können: jeder hat seinen Teil beigetragen. Der eine hat Latten genagelt, der andere Kaffee gekocht, der nächste einen Rat gegeben oder einfach mitgeholfen, Schutt wegzuräumen. Groß oder klein — jeder Beitrag ist ein Stein in diesem Fundament. Wer hier anpackt, hinterlässt seine Spuren in den Wänden, im Holz, und auf der Ehrentafel in der alten Schäferstube. Für immer.
Die dringendste Aufgabe. Latten setzen, Flächen abdichten, das Dach sturmfest machen. Jede Stunde zählt vor dem 30. Juni.
Profis, die wissen, wie man altes Holz fachgerecht anlascht und rettet – anstatt es einfach herauszureißen.
Jemand mit Herz für Denkmalpflege, der das alte Fachwerk versteht und uns fachlich grünes Licht geben kann.
Profis, die Leitungen unsichtbar und denkmalgerecht verlegen – absolut sicher für die Zukunft.
Für schonende, ökologische Heizsysteme (z. B. Wandflächenheizungen), die mit den historischen Lehmwänden harmonieren.
Pflege, Reparatur und Verputzen unserer originalen Lehmkassetten und Gefache – seltenes Handwerk, das wir schätzen.
Putz-, Mauer- und Restaurierungsarbeiten in Eigenleistung. Denkmalrelevante Abschnitte werden durch Meister abgenommen.
Sortieren und fachgerechtes Entsorgen von altem Schutt und Hinterlassenschaften. Jede starke Hand zählt!
Vom Kaffeekochen über Holznägelziehen bis zur moralischen Unterstützung – jeder ist willkommen. Wirklich jeder.
Echte Lebenszeit und Schweiß gegen pure Menschlichkeit. Kein Vertrag, kein Stundenlohn, kein Kleingedrucktes. Wer zu uns auf die Baustelle kommt, ist am Ende vielleicht der Reichste von uns allen — nur eben nicht auf dem Kontoauszug.
Eine Ehrentafel in der alten Schäferstube — physisch, dauerhaft, für alle Generationen sichtbar. Kein PDF, kein digitales Zertifikat. Holz. Dein Name. In diesem Haus. Dazu natürlich auch hier auf der Website und im Bautagebuch.
Bei uns verhungert niemand und der Kaffee ist immer heiß. Wir setzen uns in Arbeitskleidung zum Essen — kein Dresscode, keine Etikette. Wer anpackt, sitzt mit uns am Tisch. So einfach ist das.
Bei uns wird gelacht, geflucht und am Feierabend zusammen ein Bier getrunken. Wir sind wie wir sind — und wer mithilft, ist einer von uns. Keine Hierarchie, kein Chef-Gehabe. Nur Menschen, die gemeinsam etwas aufbauen das bleibt.
Schreib uns einfach eine kurze Nachricht – mit deinem Namen, was du kannst oder mitbringen möchtest, und wann du Zeit hättest. Wir melden uns persönlich und schnell zurück.
Du kannst auch einfach vorbeikommen – Schäfergutstraße 1/2 · 09623 Frauenstein/Nassau. Wir sind fast täglich vor Ort.
Jeder Arbeitstag wird dokumentiert. Jede helfende Hand verewigt. Schau rein und sieh, was auf der Baustelle passiert – auch wenn du gerade nicht vor Ort sein kannst.